Hier nun einige Infos, wie man selbst leicht prüfen kann, ob es sich um die besagte(n) Briefmarke(n) handelt oder nicht.
Briefmarken sind ja in 3 Kategorien im Katalog beschrieben:
1) ** = postfrisch (mit oder ohne Gummi)
2) * = ungebraucht mit Falz (die Falz ist ein Papierstreifen auf der Rückseite der Marke)
3) ø = gestempelt (nach Möglichkeit Datum sichtbar)
Das ist ja leicht zu sehen. Nun kommt aber das Zähnungsmass - Perforation!
Bsw im MichKatalog steht K14 - wie kann man nun herrausfinden ob die Marke eine Perforation K14 besitzt?
Leider bietet der MichKatalog keine Legende, also ist man genötigt sich eine zu besorgen.
Hierzu gibt es ein wunderbares Messgerät - den Perforations - Tester.
Mit diesem ist es kinderleicht die Marken sehr genau einzustufen, da die Perforation Einrasten muss.
Wie auf dem Bild sichtbar rastet die ZeppelinMarke ohne Probleme bei K14 ein.
Also stimmt erst einmal die Perforation!
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Nun folgt das Testen des Wasserzeichens.
Es ist möglich bei einigen Marken das Wasserzeichen ohne Hilfsmittel zu erkennen. Jedoch bei vielen ist es eher schwierig.
Hierzu wieder ein Beispiel - ZeppelinMarke.
Diese Marken wurde 1936 mit 2 verschiedenen Wasserzeichen herrausgegeben. Mit dem blossen Auge eher nicht sichtbar. Also bezieht man wieder Hilfsmittel ein. Hierzu bemerke ich es gibt mehrere Arten das Wasserzeichen sichtbar zu machen, ich beschreibe eine Möglichkeit.
Mein Hilfsmittel ist ein deutsches Produkt der Firma "SAFE" - Signoscope T2
Mit diesem Gerät kann jeder umgehen und es ist wieder sehr leicht das Wasserzeichen sichtbar zu machen.
Man legt die Marke, mit der Rückseite nach oben, auf den Markenhalter und klappt das Glas herrunter (dazu kommen noch Bilder).
Danach schiebt man den Halter in das Gerät und mittels der Flügelschraube presst man die Marke gegen das Glas, dabei ist es nicht notwendig die Schaube zu fest anzuziehen. Jetzt kann man schon das Wasserzeichen erahnen und muss nur noch den weissen Knopf drück um das Ganze zu erleuchten. Und siehe da ... wir sehen ganz klar das Wasserzeichen.

Papier mit Fluoreszenz
Hier wieder ein Beispiel. Anstelle des Wasserzeichens setzte man mehr und mehr Papier mit Fluoreszenz ein.
Einfacher zu kontrollieren und auch billiger in der Produktion. Im Jahr 1961 kamen einige Marken ohne Floureszenz
herraus, diese kann man nur mit der UV - Lampe entlarven :-)
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Druckverfahren / Unterschiede
Ich habe hier ein Beispiel für 2 verschiedene Druckverfahren anhand der Dauerserie Adolf Hitler 1941 - 1944.
Zum einen haben wir hier eine 12Pf Marke - karminrot, welche im Buchdruckverfahren produziert wurde.
Sehr detailiert und feine Linien. Also ein super klares Abbild.Besonders auffällig ist der Unterschied der Zahl 12!
Hingegen rechts, die 12Pf Marke - karminrot, wurde im Stichtiefdruckverfahren produziert. Man erkennt die hier auch ganz deutlich das Gittermuster im Gesicht, sowie die unausgefüllte Gesamtfläche durch enganliegede Punkte. Wirkt sehr unklar.

Fälschungen
Leider gibt es eine unzahl an Fälschungen auf dem Mark. Bei extrem teuren Marken, die angeblich total billig bei Ebay angeboten werden und kein Prüfatest anbieten ... Finger weg - die Enttäuschung kann sehr gross sein.
Stempel sind auch oftmals gefälscht und selbst Prüfer haben es schwer die Falschen zu entlarven. Wer sich eine Sammlung auf dauerhaften Wert anlegen will muss auch bereit sein tief in die Tasche zu greifen.
Auch hier komme ich mit einem Beispiel und möchte zeigen, was möglich ist, ohne dass man es so einfach sehen kann.
Bsp. 2 Marken aus dem Jahre 1922 - Alters und Kinderhilfe (12Mark + 8Mark) mit einem angegebenen Wert, laut MichelKatalog : 30 Euro per Marke.

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